{"id":1006,"date":"2012-11-23T14:02:51","date_gmt":"2012-11-23T13:02:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=1006"},"modified":"2012-12-20T16:06:17","modified_gmt":"2012-12-20T15:06:17","slug":"konjunkturklima-im-gastgewerbe-abgekuehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/konjunkturklima-im-gastgewerbe-abgekuehlt\/","title":{"rendered":"Konjunkturklima im Gastgewerbe abgek\u00fchlt"},"content":{"rendered":"<p>Das Konjunkturklima im regionalen Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) hat sich im Sp\u00e4tsommer und Herbst des laufenden Jahres abgek\u00fchlt. Die Branche registriert \u2013 sicher auch wegen der allgemeinen Verunsicherung durch EU-Schuldenkrise und hohen Energie- und Spritpreisen \u2013 zur\u00fcckhaltende Kunden. Auch mit dem Sommerwetter in den vergangenen Monaten waren viele Betriebe nicht zufrieden: Es war zu wenig Sonne da und \u00fcber lange Strecken zu kalt, um die Menschen zum Ausgehen und in die Bierg\u00e4rten zu locken. Nur noch ein Viertel aller Gastbetriebe beurteilt so die Lage als gut, 29 Prozent stufen sie als schlecht ein. Mit Blick auf die Wintersaison setzen nur 16 Prozent auf Besserungen, fast ein Drittel bef\u00fcrchten ung\u00fcnstigere Gesch\u00e4fte.<\/p>\n<p>Im Ergebnis f\u00e4llt der Konjunkturklimaindex der Branche \u2013 gebildet aus der Einsch\u00e4tzung der Gesch\u00e4ftslage und der Erwartungen der Befragten \u2013 gegen\u00fcber Mai 2012 von 109 auf 90 Punkte (auf einer Skala von 0 bis 200 Punkten). Im Herbst vergangenen Jahres lag der Index noch bei 129 Punkten. Das berichtet die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) nach der Auswertung der j\u00fcngsten IHK-Umfrage im Gastgewerbe unter rund 550 Betrieben aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe.<\/p>\n<p>Der Konjunkturklimaindex f\u00fcr das Beherbergungsgewerbe (Hotels, Pensionen, Ferienh\u00e4user oder Campingbetriebe) f\u00e4llt gegen\u00fcber dem Mai 2012 von 114 auf 91 Punkte ab. Im November 2011 lag der Beherbergungsindex noch bei 133 Punkten. Immerhin meldet fast eine Drittel der antwortenden Beherbergungsbetriebe aktuell eine gute Lage. Im Fr\u00fchjahr waren es aber noch 38 Prozent und vor genau einem Jahr 57 Prozent. Weniger als ein Viertel der Befragten stufen die Lage aber derzeit als schlecht ein. Dennoch verzeichnet fast jeder Zweite in der abgelaufenen Saison geringere Ums\u00e4tze als im Vorjahr. Beim Ertrag fallen die Urteile noch ung\u00fcnstiger aus: Gestiegene Betriebskosten, vor allem die f\u00fcr Energie, belasten hier die Ergebnisse zus\u00e4tzlich. Die Zimmerauslastung wird insgesamt d\u00fcrftiger eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Die offizielle Statistik weist f\u00fcr den Kreis Siegen-Wittgenstein bei den \u00dcbernachtungszahlen im laufenden Jahr bis einschlie\u00dflich August 2012 ein Minus von 4,0 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum aus. Das Minus wird aber auch durch strukturelle Umbr\u00fcche im Vorsorge- und Reha-Bereich beeinflusst, deren fallende \u00dcbernachtungszahlen (- 9,6 Prozent) mit in die Statistik einflie\u00dfen. Auch die Gruppe der Erholungs- und Schulungsheime musste einen R\u00fcckgang von 3,5 Prozent verbuchen. Davon abgesehen verzeichnen die meisten anderen Bereiche positive Zahlen. So erreichten die Hotels ein \u00dcbernachtungsplus von 1,7 Prozent; sie stellen im Kreis Siegen-Wittgenstein fast ein Drittel der \u00dcbernachtungen. Zuw\u00e4chse erzielten auch die Gasth\u00f6fe (+ 5,3 Prozent), die Pensionen (+ 3,8 Prozent) und die Hotel garnis (+ 2,4Prozent). Diese Zuw\u00e4chse machten die R\u00fcckg\u00e4nge in den anderen Bereichen aber nicht wett. Unter dem Strich stiegen die \u00dcbernachtungszahlen nur in einigen wenigen Kommunen des Kreises.<\/p>\n<p>Im Kreis Olpe sind die \u00dcbernachtungen bis August 2012 um 1,0 Prozent gefallen. R\u00fcckg\u00e4nge mussten vor allem die Campingpl\u00e4tze (- 11,2 Prozent), die Erholungs- und Ferienheime (- 7,1 Prozent) sowie die Ferienh\u00e4user und \u2013wohnungen (- 1,3 Prozent) hinnehmen. Die Hotels im S\u00fcdsauerland (+ 2,2 Prozent) konnten hingegen zulegen. Sie decken mehr als 40 Prozent der \u00dcbernachtungen im Kreis Olpe ab. Auch Pensionen (+ 0,6 Prozent) und Jugendherbergen (+ 6,8 Prozent) verzeichneten \u00dcbernachtungszuw\u00e4chse. Beim Blick in nahe Zukunft ist das gesamte Beherbergungsgewerbe im IHK-Bezirk insgesamt deutlich verhaltener geworden: Ein Drittel aller Betriebe bef\u00fcrchten in den kommenden Monaten schlechtere Gesch\u00e4fte, nur 9 Prozent bessere. Der Gro\u00dfteil von 58 Prozent setzt immerhin auf eine stabile Entwicklung.<\/p>\n<p>Nur noch 22 Prozent der Gastronomieunternehmen (Restaurants, Caf\u00e9s, Imbiss, Gastwirtschaften oder Gastst\u00e4tten) beurteilen ihre aktuelle Lage positiv. Das sind deutlich weniger als im Mai dieses Jahres (29 Prozent) oder genau vor einem Jahr (44 Prozent). Eine schlechte Lage geben auf der anderen Seite mehr als eine Drittel der Befragten an. Die Kundschaft ist zur\u00fcckhaltender geworden: 42 Prozent der Gastronomen registrierten Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge in den vergangen Monaten. Den Ertrag stufen mehr als die H\u00e4lfte geringer ein als zuvor, vor allem, weil die gestiegenen Kosten die Gesch\u00e4fte belasten. Das Wetter im zur\u00fcckliegenden Sommer war f\u00fcr die Branche alles andere als optimal: Fast ein Viertel sahen es als Hauptgrund f\u00fcr die d\u00fcrftige Sommersaison an. Von der anstehenden Wintersaison erhofft sich die Branche wenig Besserungen: Immerhin erwarten 21 Prozent bessere Gesch\u00e4fte. Fast ein Drittel bef\u00fcrchtet aber einen ung\u00fcnstigeren Verlauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Konjunkturklima im regionalen Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) hat sich im Sp\u00e4tsommer und Herbst des laufenden Jahres abgek\u00fchlt. 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