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VdSM verurteilt unnötigen Arbeitskampf

Nach einem 16-stündigen Sitzungs­marathon sind die Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende vorerst gescheitert. Jetzt rüstet die IG Metall auch in Siegen-Wittgenstein für die ersten 24-Stunden-Streiks in der Nachkriegsgeschichte. Der VdSM Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V. verurteilt diese Eskalation als völlig unnötig und kontraproduktiv. „Die Verhandlungen im Pilotbezirk Baden-Württemberg waren sehr weit gediehen. Sie wurden allerdings permanent weiter belastet durch immer neue Forderungen der Gewerkschaft. Dabei entstand der Eindruck, dass die IG Metall gar kein Interesse an einem Abschluss hatte. Vielmehr wollte man ohne Wenn und Aber die jetzt angekündigten 24-Stunden-Streiks durchziehen“, unterstreicht Dr. Thorsten Doublet, Geschäftsführer des VdSM.

Die Streikmaßnahmen, von denen auch Unternehmen in Siegen-Wittgenstein betroffen sind, kosten die Unternehmen nicht nur eine Menge Geld. Sie gefährden auch Kundenbeziehungen, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze. Gerade in einer Phase, in der viele Unternehmen bereits am Limit produzieren, bedeutet jeder Tag Produktionsausfall eine völlig unnötige und kostspielige Arbeitsunterbrechung. „Wir behalten uns deshalb auch vor, rechtlich gegen die Streikaktionen vorzugehen“, so Dr. Doublet weiter.

Gleichzeitig kritisiert er, dass die Gewerkschaft auf Landes- und Bundesebene mit ihrer dogmatischen Verweigerungshaltung das bewährte Prinzip des Flächentarifs weiter schwächt und immer mehr Unternehmen aus der Tarifbindung heraus treibt. Gerade die rechtlich äußerst bedenkliche und diskriminierende Forderung nach Arbeitszeitverkürzung mit Teillohnausgleich für bestimmte Beschäftigtengruppen zeige, dass die Gewerkschaft inzwischen nicht mehr unterscheide zwischen Tarifpolitik und Sozialpolitik. „Das Eine ist Sache der Tarifparteien, das Andere aber Sache des Staates“, unterstreicht Dr. Doublet. „Ich kann nur hoffen, dass die IG Metall nach dieser völlig unnötigen Machtdemonstration möglichst rasch wieder an den Verhandlungstisch und zu der Vernunft zurück findet, die einen für alle Beteiligten vertretbaren Tarifabschluss ermöglicht.“

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