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Altersvorsorge für die Beschäftigten der M+E-Industrie

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Auf den Punkt
Auf den Punkt - Infos der Wirtschaftsförderung des Kreises Siegen-Wittgenstein

Ein Leonardo da Vinci wird nicht mehr benötigt
Donnerstag, 15. Juli 2010

Beim Rundgang lernten die Schülerinnen und Schüler des MINToring-Projektes auch die neue Ausbildungswerkstatt der SMS Siemag in Hilchenbach kennen. Siegen/ Hilchenbach 16. Juli 2010. Was ist eine Warmbreitbandstraße?  Und was passiert in einem Kaltwalzwerk? Nicht nur diese Fragen bekamen vor kurzem   35 Schülerinnen und Schüler des MINToring-Projekts beantwortet, als sie auf Einladung ihrer MINToren die SMS Siemag  AG in Hilchenbach-Dahlbruch besuchten. Den an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) besonders interessierten Gymnasiasten aus fünf heimischen Schulen wurde auch das System der technischen Berufsbildung bei der SMS Siemag ausführlich vorgestellt. Auf Grund der großen Fertigungswerkstatt ist man in dem Hilchenbacher Unternehmen, das als Lieferant von Stahlwerken, Stranggießtechnik sowie Warm- und Kaltwalzwerken einen herausragenden Ruf genießt, vor allem auf technische Fachkräfte angewiesen. Von den derzeit 2.310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Hilchenbach haben  beispielsweise 431 eine Ingenieur-Ausbildung.

Frank Martin, Technischer Ausbilder bei der SMS Siemag AG , zeichnete gegenüber den MINToring-Schülern den Weg von der Schule zu einem akademischen Arbeitsplatz im Unternehmen auf. Beispiel Konstruktions-Ingenieur: Am Anfang sollte möglichst immer eine verkürzte Erstausbildung zum Technischen Zeichner, zukünftig Technischer Produktdesigner. stehen, wobei die jungen Bewerber mindestens gute Schulnoten in den MINT-Fächern, technisches Interesse, räumlicher Vorstellungsvermögen, ein gutes Zahlenverständnis und PC-Kenntnissen mitbringen sollten. Bei dieser auf zwei Jahre verkürzten Ausbildung werden die beruflichen Fundamente für eine spätere Berufstätigkeit in der Konstruktion gelegt. Anschließend besteht die Möglichkeit,  mit SMS-Unterstützung z.B. an der Universität Siegen ein duales Studium Maschinenbau aufzunehmen, welches in der Regel nach sieben Semestern mit dem Abschluss „Bachelor of Science“ endet. O-Ton Frank Martin: „Wir vermitteln jungen Menschen eine herausragende Konstruktionskompetenz. Wir benötigen dabei allerdings längst keine genialen Erfinder vom Typ Leonardo da Vinci mehr, sondern Mitarbeiter, die mit erlernten Methoden Dinge im Team abarbeiten und  sprach- und sozialkompetent  sind“.

Natürlich konnte die Besuchergruppe auch die Fertigungswerkstatt besichtigen. Der Rundgang endete schließlich in der neuen  Ausbildungswerkstatt von SMS Siemag. Das vor kurzem eingeweihte und rund vier Millionen Euro teure Projekt ermöglicht eine betriebsnahe Ausbildung auf höchstem Niveau.

MINToring begeistert bundesweit Schüler für ein MINT-Studium (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und bietet  ihnen intensive Einblicke in verschiedene MINT-Studiengänge sowieentsprechende Berufsfelder. Studierende der MINT-Fächer, die MINToren, beraten dabei die Jugendlichen individuell in den letzten beiden Schuljahren vor dem Abitur und leisten einen wichtigen Beitrag zur Studienorientierung. Damit der Start in das MINT-Studium erfolgreich gelingt, werden die Teilnehmer darüber hinaus in den ersten beiden Hochschulsemestern unterstützt. Gefördert wird MINToring vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und regionalen Partnern wie dem Verband der Siegerländer Metallindustriellen e. V. (VdSM) und heimischen Unternehmen im Kreis Siegen-Wittgenstein.




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