Reportage: Selbstlöschendes Abfalltrennsystem von Stumpf-Metall
Mittwoch, 7. Juli 2010 |
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Wilnsdorf, 7. Juli 2010. Normalerweise sind Abfallsammler, die auf Fluren und Gängen in Schulen, Kliniken oder anderen öffentlichen Einrichtungen und Verwaltungen aufgestellt werden, bei Brandschutzbeauftragten und Sicherheitsfachleuten nicht gerne gesehen. Denn zu groß sind die Gefahren, die an diesen Orten von brennenden Müllgefäßen ausgehen können. Wirkungsvolle Abhilfe schafft jetzt eine zündende Produktidee der Wilnsdorfer Firma Stumpf Metall GmbH & Co. KG: Hier begann vor kurzem die Produktion eines – vereinfacht ausgedrückt - selbstlöschenden Müllbehälters, der nicht nur zertifiziert ist, sondern auch zum Patent angemeldet wurde.
Genau genommen handelt es sich um ein unbrennbares und selbstlöschendes Abfalltrennsystem für Flure und Gänge, das erstmals im März 2010 auf der Bildungsmesse „didacta“ in Köln präsentiert wurde und unter dem Produktnamen „Sortsystem FP 45“ an Schulen, Bildungseinrichtungen und öffentliche Institutionen vertrieben wird. Der Einwurf ist hier grundsätzlich offen, so dass der Anwender ohne Berührung des pulverbeschichteten Behälters den Abfall einbringen kann. Falls im Abfallbehälter aber ein Brand ausbricht, dann sorgt ein selbstauslösender Mechanismus dafür, dass der Deckel (oder in diesem Falle besser die „Feuerklappe“) automatisch schließt. Wie TÜV-Versuche zeigen, werden anschließend die Flammen durch Sauerstoffentzug innerhalb von weniger als drei Minuten gelöscht.
Im Übrigen sind die optisch ansprechend gestalteten Behälter vollständig aus Stahlblech gefertigt und jeweils zur besseren Erkennung mit großen gelben, blauen oder anthrazitfarbenen Farb-Flächen für die gängigsten Abfallarten Papier, Kunststoffe/Verpackungen und Restmüll versehen. Eingesetzt werden sollen sie in Fluren und Gängen von Schulen, Büros, Kliniken, Kantinen, Sportstätten und öffentlichen Verwaltungen.
Um solche auf den ersten Blick simple Produktideen in marktreife Produkte umzusetzen, benötige man heutzutage gute Marktkenntnisse, fähige Produktentwickler und eine hochmotivierte Belegschaft, betont Geschäftsführer Matthias Stumpf. Dabei ist dieses neue selbstlöschende Abfall-Trennsystem nur ein Beispiel für innovative Produktlösungen des Wilnsdorfer Familienunternehmens, die mit einem ausgefeilten Marketing in ganz Europa angeboten werden. In einem weiteren Sortsystem von Stumpf-Metall ist beispielsweise serienmäßig ein Gasdruckdämpfer eingebaut, der ein geräuschloses Schließen der Einwurfklappe gewährleistet und sich dadurch besonders gut für den Einsatz in Kliniken eignet.
Im Bereich Umweltschutz und Abfalltrennung reklamiert man bei Stumpf-Metall nicht von ungefähr eine besondere Kernkompetenz. Die ersten Sortsysteme wurden vor rund 25 Jahren entwickelt, konstruiert und produziert – und zwar alles in Wilnsdorf. Mitte der 1980er Jahre brachte das Unternehmen die Farbkennzeichnung in den Märkten ein. Mit der Zielsetzung, dass farbige Abfallbehälter das Trennen unterschiedlicher Abfallfraktionen erleichtern und einfacher machen sollte. Seniorchef Johann Adolf Stumpf erinnert sich heute schmunzelnd daran, wie er anfangs mit dieser Idee bei den Einkaufschefs des Verband- und Versandhandels geradezu hausieren gehen musste. Die damals entstandenen Zuordnungen - z.B. die Farbe blau für Abfälle aus Papier bzw. Pappe, gelb für Kunststoffe/Verpackungen oder grau für Restmüll usw. - sind heutige gängige Markierungen der Abfalltonnen für gewerbliche Nutzer.
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