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Auf den Punkt
Auf den Punkt - Infos der Wirtschaftsförderung des Kreises Siegen-Wittgenstein

Berichte: Mehr Unternehmens- insolvenzen im ersten Quartal 2010
Mittwoch, 30. Juni 2010

Siegen, 30. Juni 2010. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe auch im ersten Quartal 2010 weiter angestiegen. Bis März dieses Jahres verzeichnete die Region 55 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 33 mehr als im Vorjahreszeitraum. Das zeigt eine Auswertung der jetzt veröffentlichten Zahlen durch die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK). Ein deutlicher Anstieg war infolge der Finanzkrise zu erwarten, so die IHK. Als positives Signal wertet die IHK, dass in den ersten drei Monaten nicht mehr Industriebetriebe einen Insolvenzantrag stellen mussten als in 2009 (5 Insolvenzverfahren).

Eine kräftige Steigerung der Insolvenzfälle gab es im Handel (12 Betriebe statt 4 im Vorjahr), im Gastgewerbe (10 Betriebe; Vorjahr 5) sowie bei den Wirtschaftszweigen „Verkehr / Lagerei“ (5 Betriebe; Vorjahr 1) und „freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (5 statt 0). Im Baugewerbe stieg die Zahl in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum von drei auf fünf. Auf Landesebene haben sich die Zahlen mit einer Zunahme von 13,4 Prozent insgesamt tendenziell weniger ungünstig entwickelt. Deutlich schlechter als im Bezirk der IHK Siegen aber sehen die landesweiten Zahlen für das Verarbeitende Gewerbe aus. Sie stiegen um 20 Prozent während sie im IHK-Bezirk konstant blieben. Gemessen am Unternehmensbestand sind bei der heimischen Wirtschaft insgesamt deutlich weniger Betriebe von einer Insolvenz betroffen als im Landesdurchschnitt, so die IHK.

Positiv für die weitere Entwicklung wertet die IHK Siegen die aktuell besseren Konjunktursignale aus allen Wirtschaftsbereichen. Von der deutlichen Erholung der Auslandsnachfrage werden in erster Linie Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes profitieren. Eine Entwarnung in Bezug auf die Insolvenzsituation kann aber noch nicht gegeben werden. Viele Betriebe brauchen noch einen längeren Atem zur Überwindung der Durststrecke. Auch gibt es für den weiteren Konjunkturverlauf noch Unabwägbarkeiten und Risiken, so die IHK.


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