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Aktuelles: Endlosrohr kommt bei Flender auf die Rolle
Geschrieben am Freitag, 11. Juni 2010 von Webmaster

AKSW-Info MitgliederSiegen, 11. Juni 2010. Wer bei der Rudolf Flender GmbH & Co. KG in Siegen einen Blick in die Fertigung werfen möchte, der braucht auf jeden Fall gutes Schuhwerk, denn die Wege sind lang in den Produktionshallen des mittelständischen Rohrherstellers. Quasi am laufenden Band werden dort auf insgesamt sechs Fertigungsstraßen Stahlrohre in unterschiedlichen Längen und Durchmessern hergestellt. Davon konnte sich kürzlich eine Besuchergruppe des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft Siegen-Wittgenstein überzeugen. „Pro Jahr verarbeiten wir rund 150.000 Tonnen Stahl. Daraus entstehen etwa 20 Millionen Meter Rohre“, erläuterte Geschäftsführer Peter Feldmann. Produziert werden Rundrohre von 33,7 bis 219,1 Millimeter Durchmesser sowie Quadrat-, Rechteck- oder Ovalrohre in zahlreichen Abmessungsvarianten. Zum Einsatz kommen sie vor allem in der Gasversorgung und im Fernwärmebereich. Aber auch für die Automobilindustrie, die Fördertechnik sowie den Stahl-, Laden- und Sprinklerbau liefert Flender hochwertige und maßgenaue Rohre.

Der Produktionsprozess beginnt mit dem Teilen des als Coil gelieferten Stahlbandes. Anschließend werden daraus in einem fortlaufenden Verfahren die Rohre gebogen, geschweißt und auf die geforderte Länge geschnitten. Umfangreiche Prüfungsverfahren bieten zudem die Garantie für eine hohe Produktqualität. „Wir prüfen dabei jedes einzelne Rohr, bevor wir es ausliefern. Außerdem können wir auch nach Jahren noch unsere Rohre bis zum Vormaterial zurückverfolgen. Das verschafft uns und unseren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit“, so Peter Feldmann.

Dass auch im Rohrbereich noch erhebliches Innovationspotenzial steckt, erfuhren die Lehrerinnen und Lehrer dann bei der Präsentation einer Neuentwicklung von Flender. Bei dem sogenannten „Flender-Flex-Tubing“ handelt es sich um ein Rohr, das je nach Abmessung bis zu einer Länge von 5.000 Meter am Stück hergestellt und anschließend zum Coil aufgewickelt wird. Möglich ist dies bislang bei Rohren mit einem Durchmesser bis zu 28 Millimeter. Eine Erweiterung ist aber bereits geplant. „Dieses Produkt bietet unseren Kunden aus dem Energiesektor große Vorteile bei der Verlegung. Außerdem werden Rundschweißnähte vermieden“, unterstrich Peter Feldmann. Wer heute auf dem Markt bestehen möchte, muss innovativ und flexibel sein, aber auch Qualitätssicherungsprozesse konsequent umsetzen und seinen Kunden mit einem umfassenden Servicepaket zur Seite stehen. „Das ist unsere Kernphilosophie, mit der wir gut durch die Wirtschaftskrise gekommen sind.“

 
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