Aktuelles: Kein Wort, warum wir Unternehmer brauchen
Geschrieben am Montag, 12. April 2010 von Webmaster |
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Im Rahmen der Bildungsmesse didacta 2010 in Köln hat Dr. Hans-Peter Klös, Institut der deutschen Wirtschaft, die Ergebnisse einer Schulbuchanalyse für Nordrhein-Westfalen präsentiert, welche die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben hatte. Das Ergebnis ist keine Überraschung: Bei einem Großteil der untersuchten Schulbücher ist die Behandlung wirtschaftlicher Themen nicht ausreichend. Das liegt an verschiedenen strukturellen Schieflagen: Die Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge leidet sehr an der Aufteilung der Wirtschaftsbildung auf mehrere Fächer. In der Realschule sind es z.B. die Fächer Geschichte, Erdkunde und Sozialwissenschaften.
Die Studie „Unternehmer und Soziale Marktwirtschaft im Schulbuch in Nordrhein-Westfalen“ gibt eine Antwort auf die Frage, wie wirtschaftliche Themen in 43 ausgewählten Schulbüchern, die jeweils für die einzelnen Schulformen vom Schulministerium genehmigt sind, behandelt werden. Diese Schulbücher verteilen sich auf mehrere Unterrichtsfächer, da es das Unterrichtsfach „Wirtschaft“ an den allgemeinbildenden Schulen in NRW nicht gibt.
Wirtschaftsthemen werden in der Regel aus der Sicht des Konsumenten und aus der Interessenslage des Arbeitnehmers dargestellt. Unternehmer, Unternehmen und Unternehmensfunktionen sind eine wirtschaftliche und gesellschaftliche „Blackbox“, in deren Wirkungsweise nur sehr selten hinein geleuchtet wird. Die Sicht der untersuchten Schulbücher auf wirtschaftliche Sachverhalte ist häufig marktpessimistisch und (staats)interventionsoptimistisch.
Die Pressekonferenz auf der didacta, auf der diese Ergebnisse vorgestellt wurden, hat die Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW zum Anlass genommen, ein eigenständiges Unterrichtsfach „Wirtschaft“ zu fordern, das an allen allgemeinbildenden Schulen gelehrt werden soll. Es solle kein ökonomisches Spezialwissen, sondern ein Verständnis für unsere Wirtschaftsordnung einschließlich der ethischen Fundierung vermittelt werden.
Die vollständige Studie steht im Internet zur Verfügung unter:
http://www.iwkoeln.de/tabid/2705/ItemID/24446/language/de-DE/Default.aspx
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